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Selbstmanagement - Grundlagen für ein erfolgreiches Spiel |
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Webmaster
Joindate:
08.03.2006 09:01 Aus: Germany
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Administrator Beiträge: 29
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Viele Pokerspieler haben eine gute theoretische Ausbildung sowie ein gutes bis sehr gutes praktisches Verständnis, dennoch scheitern sie immer wieder an der Optimierung ihres Spieles. Der Grund hierbei ist relativ einfach… Sie schlagen sich selbst.
Gerade fortgeschrittene mit einer relativ guten Winrate vergessen immer wieder den Punkt Selbstmanagement, hier soll nun eine Übersicht sein auf was man immer wieder zu achten hat und an was es immer wieder zu arbeiten gilt. Ich selbst unterliege immer wieder mal kleinen Verstößen die mich durchaus Geld kosten. Poker ist ein Spiel was sehr viel Disziplin und Geduld erfordert, wenn man es erfolgreich Spielen will. Zum Schluss eine kleine Checkliste die sich ein jeder ausdrucken und über den Monitor heften sollte. 1. Du kannst Poker spielen und dennoch kommt es immer wieder zu finanziellen Supergaus Wer kennt sie nicht die Blätter die einen verzweifeln lassen. Man verliert mit einem Flush Ace height gegen ein Full House und es war teuer. Man verliert Blätter die man so sicher wähnte, dennoch kosteten sie sehr viel Geld. Ein psychischer Rückschlag der sehr oft Entscheidungen nach sich ruft die völlig unbegründet sind. Die meisten Spieler werden hier aus der Bahn geworfen und beginnen für mind. 2-3 weiterre Spiele Fehler zu machen oder bekommen auf einmal das Bedürfnis einen Tilt zu machen. Regel: Nie ist ein Blatt sicher vor Verlust. Spiele immer die Grundregeln des Pokers. Lasse dich nicht aus der Bahn werfen und spiele deinen Stil weiter. Merkst du das es dich Emotional berührt wechsel nicht gleich den Tisch, wenn dieser gut lief. Mache ein Time Out und beruhige dich wieder. Dazu Artikel ins Gedächtnis rufen: http://www.pokerclan.de/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id=19&forum=9 2. Bad Bets, Bluff - starke Hand Rhythmus, aufkommen von Unsicherheit Man sitzt an einem Tisch der stark wechselnte Gegner hat oder hat einen Gegenspieler dem man nicht Herr wird. AK, Top Pairs gehen verloren. Man rennt in starke Hände und foldet mit seiner Gewinnerhand, da man annimmt das der Gegenspieler wieder stärker ist. Regel: Wechsel zu einer passiveren Taktik oder Wechsel den Tisch. Bei einer passiveren Taktik schaue die das Verhalten des Gegners an. Analysiere warum du unsicher wurdest, sind Spielfehler da oder war es einfach Pech bei den Karten. Lege ein Time Out am Tisch ein und analysiere oder Wechsel den Tisch. 3. Verhaltensformen Viele Spieler werden bei einem Verlust überheblich, arrogant, belehrend, beleidigend oder schlimmer sie Tilten. Regel: Man ist unantastbar, nach außen Cool und analytisch. Nichts wirft mich aus der Bahn und ich stehe zu meinen Fehlern. Ein Verlust ist das Ergebnis von einem Ereignis das man kennt. Füge dich diesem und spiel weiter wie eine Maschine, Wechsel den Tisch, mach eine Pause oder höre an dem Tag auf zu Spielen. 4. Der Downswing Jeder kennt sie oder hat schon von ihnen gehört. Die Downswings und der Schaden den sie anrichten. Da es bereits einen Artikel darüber gibt (s. Link oben) nur noch die Regeln für das Selbstmanagement dazu. Regel: Lege dir eine Schmerzgrenze für eine Session fest. Ist diese erreicht mache Pause bzw. spiele den ganzen Tag nicht mehr. z.B. bei Verlust von 50BB in Folge oder einen Betrag X der einer Stufe angepasst deiner Bankroll gegenüber entspricht. (Bankroll 250$ - Pause bei Verluste von max. 25$) Multitable Spieler nie sofort 10 Tische auf einmal öffnen, trifft man auf einen Downswing summieren sich die Verluste hier schlagartig! Einhaltung des Bankroll Managements, für Verstöße dagegen gibt es keine Ausreden! Nie in einem Downswing das Limit nach oben Wechseln oder von Limit auf NoLimit wechseln! Langanhaltende Downswings können auftreten und sich über mehrere tausend Hände hin ziehen. Dieses ist mehr als eine Belastung, sie lässt einen fast verzweifeln oder hat gute Pokerspieler schon zur Aufgabe gebracht. Redet mit anderen Spielern und lasst euch helfen. Analisiert zusammen die gespielten Hände. Stärkt euer Selbstvertrauen. Spielt größere Tuniere ohne Einsatz und lasst das Pokern selbst ruhen. 5. Theorie und Praxis Viele Pokerspieler machen sich nur oberflächlich mit dem zur Verfügung stehenden Wissen vertraut. Begeht diesen Fehler nicht und bildet euch immer wieder theoretisch fort! Gerade Downswings sind dazu geeignet in dieser Zeit vergleiche mit vorhandener Literatur zu ziehen. Wertet eure Hände aus und zieht verlgeiche über einige tausende Hände. Bildet euch weiter indem ihr von eurer festen Strategie abweicht und mehrere Strategien sowie Taktiken ausprobiert und euch aneignet. Regel: Wie im Leben so lernt man auch im Poker selbst nach Jahren dazu. Verwendet dieses Wissen und baut es aus. 6. Die propagierten Hellseher unter den Pokerspielern Wer kennt sie nicht, die Chaos Theorie. In Allem und Überall gibt es ein Muster, das man erkennen und benutzen kann. Macht diesen Fehler niemals beim Pokern von mathematischen Wahrscheinlichkeiten ab zu weichen und z.B. ein Flush Draw auf zu geben. Es gibt von der Wahrscheinlichkeit keinen größeren Gau als an zu fangen potentielle Hände weg zu werfen, wenn dieser Punkt erreicht ist dann überlegt ganz genau was euch dazu veranlasst. Der Algorithmus (Zufallsgenerator) ist nichts übernatürliches, er folgt nur einer mathematischen Wahrscheinlichkeit. Regel: Es gibt keine Verbindung zwischen zwei Händen. Bleibt rational und haltet euch an die Prinzipien des Spieles. Vorahnungen auf die nächste Karte, ein erkanntes Muster, gibt es im Poker nicht, es gibt nur eine Wahrscheinlichkeit die man spielt. 7. Zeit - Geduld - Winrate Gerade Anfänger sind der Meinung das sie bei hohen Einsätzen eine hohe Gewinnerwartung haben. Sie liegen schlichtweg falsch. Selbst wenn man nur als Freizeitbeschäftigung Poker spielt sollte man sich immer wieder in den Kopf rufen das eine positive Winrate nur durchdiszipliniertes Spielen erreichbar ist. Kurzzeitige Gewinne verfliegen schneller als die meisten realisieren können. Was sind 1000$ in einem NoLimit 10/20 Tisch… ein Augenblick. Möchte man Geld auf etwas professionelle Art und Weise verdienen und das über einen längeren Zeitraum sollte man sich einen Plan erstellen, der ähnlich wie auf Arbeit eine Regel vorsieht. Ein Monat hat 30 Tage, entspechend meiner Bankroll ergibt sich ein Limit das ich spielen kann. Ich lege den Durchschnittswert der zu investierenden Zeit Pro Tag fest und eine Gewinnerwartung die ich pro Session erreichen möchte. Als Variable gebe ich mir noch einen Spielraum bei Down und Upswing. Somit komme ich auf eine einfache Regel die weiter dazu beitragen soll das ganze Spiel auf lange Sicht profitabel zu gestalten. Regel: Halte deine Vorgabe ein und variiere sie nur in einem Spielrahmen der der Logik entspricht sowie an die Grundregeln des Pokerns ausgelegt ist. So sieht das z.B. bei mir aus: Gewinnerwartung (Ziel) im Monat 1500$ Zeitlicher Spielrahmen 3h am Tag 5 x Woche Gespielte Tische 3-5 Zusatz Einnahmen durch Bonuszahlungen: 100-200$ diese geben mir eine leichte finanzielle Sicherheit. Daraus ergibt sich eine Spielformel. 1500$ : 20 Sitzungen = 75$ pro Sitzung umgerechnet in BB (1/2$ Limit) = 38 (gerundet) Aus dieser einfachen Aufstellung kann man sich nun eine Logik dahinter vorstellen. Einmal werden Spieler nun sagen was sind schon 38 BB Gewinn, wenn ich bei 50BB Verlust aufhören soll und diese auch haben werden. Dazu bin ich ja variabel. Nicht selten dauert eine Sitzung durchaus auch bis zu 12h und gibt mir dadurch meist einen finanziellen Schub. Zu beachten gilt hier das man jede weitere gespielte Stunde an einem weiteren BB fest macht. Läuft dieser +/- Null oder positiv geht es je nach Kondition weiter. Geht er negativ - 25 BB ist Schluss für heute. Liegt er weit über positiv geht die Sitzung weiter unter Einhaltung der -25 BB Regel. Ich denke das ich durch diese einfache und selbst aufgestellte Regel mir eine Sicherheit zugelegt habe die bei Einhaltung immer positiv endet. Außer ich verstoße wegen Fahrlässigkeit dagegen. (Auf Anfrage eingefügt: Wie verhalte ich mich bei mehrern negativen Sitzungen? Im Grunde ganz einfach. Ein schlechter Monat der mich nicht von mein Regel abbringt. Dank des Bankroll Managements hält er sich in Grenzen. Die Bonuss fangen etwas davon auf, ich kann die Bonuss - je nach Anbieter - auch in niedrigen Limits schnell runter spielen. Und ein Up kommt gewiss.) Ein weiterer Punkt ist hier die Geduld und damit verbundenen Disziplin. Wie einige denken werden ist die 38 BB Regel im Grunde nicht viel und innerhalb von 15 min zu erreichen wenn man riskanter Starting Hands spielt. Dieses erhöht aber den Faktor Glück und ist deshalb völlig uninteressant. Ich habe mir die 38 BB auf 3h Verteilt gegeben und nicht auf 15min. Das schliesst also den Faktor Geduld mit ein, schrumpft den Faktor Glück sowie Downswing. Es geht hier um Geld verdienen, das relativ sicher und auf lange Sicht. Möchte man dieses erreichen, egal welcher Betrag, so muss man sich solch eine Vorgabe geben um richtig und effektiv spielen zu können. Probiert es aus und versucht dieses ein zu halten sowie obejktiv über jede Sitzung zu entscheiden. 8. Psychologie Wer kennt diesen Punkt nicht, man verliert gegen einen „gehassten“ Gegner einen großen Pott. Genau hier liegt eine riesen Falle für labile Spieler. Überlegen ist der der den Pott gewinnt sondern der der profitable spielt sowie weis das Verlust zum Gewinn dazu gehört. Effektives Poker spielen benöigt Zeit und Regeln die man sich vorgibt sowie einhält. Schon der nächste richtig gespielte Pot kann meinen Verlust wieder ausgleichen. Gewinn ist nicht an Namen - Nicks gebunden, sondern an meiner Fähigkeit das Spiel zu spielen. Regel: Kein Emotionaler Wahnsinn. Niemals ein Tilt. Niemals Hass gegen einen Spieler. Spiele der Logig und der Hände entsprechend. Belohne dich selbst wenn du eine gute Session abgeliefert hast weil du dich an deine Regeln gehalten hast. Du stehst über allem, aber nur weil du gefestigt bist und dir Verluste und deren Ursachen bewusst bist. Niemand kann dich angreifen, denn jede Entscheidung triffst du selbst! 8.1 Der Poker Spieler und seine Tugenden Das zeichnet einen erfolgreichen und guten Spieler aus: 1. Geduld 2. Disziplin 3. Gelassenheit 4. Fleiß 5. Objektivität (Selbstkritik) 6. Gesunder Optimismus, Courage 7. Sportsgeist 8. Wirtschaftliche Vernunft 9. Konzentrationsfähigkeit 10. Nervenstärke 11. Einhaltung der Regeln die man sich aufgestellt hat 12. Ein Pokerspieler weis wann er verloren hat 13. Weiterbildung, nie zufrieden sein. Fasst man das ganze zusammen wird auch der fortgeschrittene Spieler merken das er immer wieder gegen den ein oder andere Punkt verstößt und damit sich selbst meist Verluste zufügt. Was kann man also dagegen tun. Ich habe ein Paar Regeln als Stichpunkte zusammengefügt und diese druckt euch einfach aus und hängt sie euch neben den Monitor. Lest sie immer wieder und haltet euch daran, ihr werdet merken das euer Spiel in eine neue Klasse aufrückt. Vor dem Einstieg in das Spiel: 1. Ist der Kopf frei? 2. Habe ich die nötige Konentration? 3. Habe ich Zeit oder stehen Störungen - Termine an? Beim Einstieg ins Spiel 1. Entspricht das gewählte Limit meiner Bankroll 2. Öffne am Anfang niemals mehr als max. 3 Tische. 3. Steige nie zu aggressiv in einen Tisch ein. 4. Schätze dich und deine Gegner ein Während des Spieles 1. Spiele ich den Tisch richtig? 2. Wie reagieren die Gegenspieler auf mich? 3. Spiele ich noch konzentriert? 4. Schaffe ich die Tische die ich spiele? 5. Check des Tischguthabens 6. Emotional angegriffen - MACH EINE PAUSE 7. Stimmt meine Gewinnrate, entspricht sie meiner aufgestellten Regel 8. Bankroll Management Vor dem Ausstieg/weiter spielen - erreichen der eigenen Regelgrenze - Spielzeit - Winrate 1. Warum aufhören? 2. Bin ich noch Fit und konzentriert 3. Pause für einen zwischen Check - Bankroll - Tische gesamt 4. Gibt es mehr Gute Gründe für ein weiter spielen oder aufhören 5. Belohne dich selbst wenn du gut gespielt hast, unabhängig vom Ergebnis 6. Mache dir Notizen wenn die Fehler an dir aufgefallen sind und arbeite daran 7. Bilde dich weiter, egal wie gut du bist! 15.06.2006 13:09 |
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Wenn die geistige Sonne tief steht, werfen selbst Zwerge riesige Schatten. |
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